Seminare
Ankündigungen an der J. W. Goethe Universität
Winter-Semester 2011/2012
Vorbesprechungen: Mo 27 Februar 2012 um 20:00 Uhr
im Dozentenzimmer (oder ggf im Übungsraum).
Seminar: "Systematische Wissenschaftstheorie,
Teil A: Allgemeine Wissenschaftstheorie"
Angaben: Blockseminar, AM 4; 2-std.; ca 15 Hörer;
Zeit: Mo-Fr 27 Februar - 02 März 2012, jeweils 16-20; Raum: xyx.
Inhalt: Die Philosophie der erfahrungswissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung wird in den folgenden vier Schritten dargestellt:
(I) Die begrifflichen Grundlagen von Erkenntnissen in Definitionen;
(II) Die inhaltlichen Voraussetzungen von Erkenntnissen in Axiomen;
(III) Das Ermitteln von Beobachtungen-Erfahrungen-Gesetzen;
(IV) Anwendung und Hintergrund: Kausalität und Finalität.
Voraussetzung: Grundkenntnisse in Logik.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: BM 4;
Prüfungsform: Hausarbeit (10 S.); Anmeldung bis: Di 28 Februar 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: 09 März 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: 30 März 2012; Wiederholung bis: Fr 01 Juni 2912.
Literatur: Essler: "Wissenschaftstheorie I, II, III, IV"
Seminar: "Systematische Wissenschaftstheorie,Teil B: Spezielle Wissenschaftstheorie"
Dieses Seminar wird aus Termingründen auf das WiSe 2012/13 verschoben.
Seminar: "Das Logische Schließen, I: Elementare Logik"
Angaben: Blockseminar, AM 4, HS; 2-std., ca. 20 Hörer;
Zeit: Mo-Fr 27 Febr - 02 März 2012, jeweils 12:00-16:00; Raum: xyx.
Inhalt: Das Logische Schließen wird im Sinne des Kalküls des Natürlichen Schließens dargestellt: Bezugnehmend auf die bei Menschen vorhandenen natürlichen Fähigkeiten des wahrheitserhaltenden Schließens, werden diese Fähigkeiten herausgearbeitet und in ihrer genauen Fassung in den Kalkül des Natürlichen Schließens übergeführt. In der ersten Woche wird die Hinsicht der Junktorenlogik (= Aussagenlogik) dieses Natürlichen Schließens in dessen Vollzug im Ableiten und Beweisen entwickelt, und in der zweiten Woche die Hinsicht der Quantorenlogik (= Prädikatenlogik) 1-ter Stufe.
Voraussetzung: Erfolgreiches Absolvieren von BM 4 (Logik bei Prof. Fuhrmann). Da dieses HS von keinen Tutoren betreut wird, können keine Hausaufgaben vergeben werden, sondern muss von den Teilnehmern disziplinierte Selbständigkeit im Vor-Arbeiten und Auf-Arbeiten erwartet werden.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: BM 4;
Prüfungsform: Hausarbeit (10 S.); Anmeldung bis: Di 28 Februar 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: Fr 09 März 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: Fr 30 März 2012; Wiederholung bis: Fr 01 Juni 2912.
Literatur: Essler-Martínez-Labude "Das logische Schließen" Band I.
Seminar: "Das Logische Schließen, II: Höhere Logik"
Dieses Seminar wird aus Termingründen auf das WiSe 2012/13 verschoben.
Seminar "Philosophie des Mahayana-Buddhismus: Erkenntnistheorie und Ethik in ihrem Aufeinander-Bezogen-Sein"
Angaben:Blockseminar, VM 2a sowie VM 3a; 4-std.; ca 50-70 Hörer;
Teil I: Fr 07 Oktober 2011, 10-12, 14-20;
Teil II: Mo-Fr 19-23 März 2012, jeweils 14-20;
Teil III: Mo-Fr 26-30 März 2012, jeweils 16-20.
Inhalt: Die Erkenntnistheorie und Philosophie des Geistes wird gemäß der Philosophie des Mittleren Weges im Buddhismus anhand eines Textes des indischen Philosophen Atischa dargestellt und entwickelt; und auf der Grundlage dieser Erkenntnistheorie werden dann die Leitsätze der buddhistischen Ethik dargestellt und begründet.
In Teil I und Teil II wird Lama Gonsar Tulku als Gastvortragender erwartet.
Voraussetzung: Grundkenntnisse in der Philosophie des Buddhismus.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: AM 4;
Prüfungsform: Hausarbeit (20 S.); Anmeldung bis: Di 20 März 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: Fr 30 März 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: Fr 27 April 2012; Wiederholung bis: Fr 29 Juni 2912.
Literatur: Die in <www.vfphil.de> notierten einschlägigen Texte.
Sommer-Semester 2012
Vorbesprechungen: Fr 02 März 2012 um 20:00 Uhr
im Dozentenzimmer (oder ggf. im Übungsraum).
HS: "Meta-Logik: Die Unentscheidbarkeit der Quantorenlogik"
Angaben: Blockseminar, VM 4; 2-std.; ca 15 Hörer;
Zeit: Mo-Fr 16-20 Juli 2012, jeweils 12-16; Raum: xyx.
Inhalt: In der Elementaren Logik ist die Junktorenlogik vollständig und entscheidbar; und die Höhere Logik ist unvollständig und damit unentscheidbar. In der Elementaren Logik ist die Quantorenlogik 1-ter Stufe zwar, wie die Junktorenlogik, vollständig; aber sie ist nicht entscheidbar. Dieser – erstmals von Church und von Turing entdeckte – Meta-Sachverhalt wird anhand einer Beweisidee von Hermes vorgestellt und auf seine philosophischen Implikationen hin untersucht.
Voraussetzung: Kenntnisse in der Elementaren Logik.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: AM 4;
Prüfungsform: Hausarbeit (20 S.); Anmeldung bis: Di 17 Juli 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: Fr 20 Juli 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: 28 September 2012; Wiederholung bis: Mi 30 Oktober 2012.
Literatur: Es wird –- anhand des Textes von Hans Hermes – ein Skript zum Thema des Seminars erstellt und zur Verfügung gestellt.
HS: "Platon's Sprach- und Erkenntnistheorie insbesondere seines Dialogs "Kratylos", gemeinsam mit Dr. Philipp Brandenburg"
Angaben: Blockseminar, VM 1a, VM 2b, VM 4, VM 6; 2-std.; ca. 30 Hörer;
Zeit: Mo-Fr 16-20 Juli 2012, jeweils 16-20; Raum: xyx.
Inhalt: Platon's Erkenntnistheorie basiert entscheidend auf seiner Ideenlehre. Wie diese Lehre von den festen und ewigen Ideen (= Unterscheidungen) mit einer entsprechend konzipierten Sprachphilosophie in Einklang zu bringen ist, diskutiert Platon in mehreren Dialogen, vor allem aber im "Kratylos". Das Seminar wird den philosophischen und philologischen Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Lehre in seiner Darstellung-letzter-Hand nachgehen.
Voraussetzung: Fähigkeiten im Interpretieren; zumindest anfängliche Kenntnisse des Alt-Griechischen sind dabei von Nutzen, werden aber nicht vorausgesetzt.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: AM 1a. AM 2b, AM 4, AM 6; Prüfungsform: Hausarbeit (20 S.); Anmeldung bis: Di 17 Juli 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: Fr 20 Juli 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: Fr 28 September 2012; Wiederholung bis: Mi 28 Oktober 2912.
Literatur: Platon "Kratylos", Platon "Sophistes", Platon "Theaitetos" in dt. Übersetzung.
Zur Vorbereitung empfohlen sei: Josef Derbolav "Platons Sprachphilosophie im Kratylos und in den späteren Schriften" (Impulse der Forschung 10), Wiss. Buchges., Darmstadt 1972, darin insbesondere die kommentierte Literaturübersicht auf S. 234 ff.
HS: "Die Philosophie des Daoismus, gemeinsam mit Prof. Dr. Mario Wenning (Universität Macau)"
Angaben: Blockseminar, VM 1a, VM 2b, VM 4, VM 6; 2-std.; ca 40 Hörer;
Zeit: Mo-Fr 23-27 Juli 2012, jeweils 16-20; Raum: xyz.
Inhalt: Neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus bildet der Daoismus die dritte Hauptströmung der klassischen chinesischen Philosophie. Im Unterschied zum Buddhismus plädieren die Daoisten Laozi (老子) und Zhungzi (莊子) für eine radikale Hinwendung zu einer Wirklichkeit, die als ein in der Leere (wu, 無) begründeter, nicht-linearer Prozess widerstreitender und komplementärer Strukturprinzipien verstanden wird. Der perfektionistischen Tugendethik des Konfuzius setzt der Daoismus eine metaethische Skepsis und einen gegenwartsgebundenen Anarchismus gegenüber. Durch die Interpretation zentraler Gleichnisse aus dem Daodejing (道德經) und dem Zhuangzi werden die Grundlagen der daoistischen Metaphysik und der auf ihr beruhenden skeptisch-anarchischen Ethik rekonstruiert. Dabei soll insbesondere die Plausibilität der Konzeption des absichtsfreien bzw. mühelosen Handelns (wu-wei, 無為) diskutiert werden.
Voraussetzung: Fähigkeit zur Interpretation. Kenntnisse des klassischen Chinesisch sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Eine Bereitschaft zur Aneignung zentraler Termini wird erwartet.
Prüfung: Veranstaltungsbezogene Modulprüfung; Voraussetzung: AM 1a, AM 2b, AM 4, AM 6; Prüfungsform: Hausarbeit (20 S.); Anmeldung bis: Di 17 Juli 2012 (beim Prüfer); Rücktritt bis: Fr 20 Juli 2012 (beim Prüfungsamt); Prüfung/Abgabe bis: Fr 28 September 2012; Wiederholung bis: Mi 28 Oktober 2012.
Literatur:
- Laozi: Daodejing (Tao Te King) in der Übersetzung von Roger Ames, Robert G. Henricks, Viktor Kalinke oder Richard Wilhelm.
- Zhuangzi (Tschuang-Tse) in der Übersetzung von Burton Watson, Victor H. Mair oder Stephan Schuhmacher.
Zur vorbereitenden Lektüre seien empfohlen:
- Hans-Georg Möller, In der Mitte des Kreises. Daoistisches Denken (Frankfurt: Insel, 2001).
- Ernst Tugendhat, Egozentrizität und Mystik. Eine anthropologische Studie (München: Beck, 2003), S. 132-149.
- Günter Wohlfart, Die Kunst des Lebens und andere Künste. Skurrile Skizzen zu einem euro-daoistischen Ethos ohne Moral (Berlin: Parerga, 2005).
- Fraser, Chris (2008), "Wu-Wei, the Background, and Intentionality", in: Bo Mou (Hrsg.), Searle's Philosophy and Chinese Philosophy: Constructive Engagement (Leiden: Brill, 2008), S. 63-92.